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SIE BEFINDEN SICH HIER:  Ratgeber Recht / Thema der Woche Tue 20. August 2019

Wo bei vielen Bankgeschäften Fallen lauern

Weil ihr Sparbuch nur wenige Zinsen bringt, möchte Martha T. das Guthaben in Wertpapieren anlegen. Ein Kundenberater machte ihr mehrere Fonds schmackhaft und versprach hohe Rendite. Nach einigen Wochen der Schock: Einer der Fonds wurde geschlossen! Damit hätte die Seniorin nie gerechnet, denn ihr Berater hatte dieses Risiko verschwiegen.

Kann sie deshalb Schadenersatz verlangen?

Hat der Berater fahrlässig falsch beraten, dann kann Martha T. Schadensersatz verlangen. Dazu muss sie aber z.B. auch nachweisen können, dass sie ein sicheres Anlageprodukt gewünscht hat und ihr stattdessen ihr ein hochriskanter Fond aufgeschwätzt wurde.

Was beinhaltet ein korrekt geführtes Beratungsgespräch?

Geldinstitute sind seit 2010 verpflichtet, den Inhalt jeder Anlageberatung bei Privatanlegern zu protokollieren und den Kunden eine Ausfertigung des Protokolls auszuhändigen Wuchtig ist, dass der wesentliche Ablauf des Beratungsgesprächs nachvollziehbar aufgezeichnet wird. Dazu gehören außer den Wünschen des Kunden auch die von Berater erteilten Empfehlungen und die für diese Empfehlungen maßgeblichen Gründe. Das Protokoll wird dem Kunden dann vor Vertragsschluss übergeben.

Wie weist man eine Falschberatung nach?

Anhand des Protokolls lässt sich dann stichhaltig nachweisen. Ob der Berater auf bestimmte Risiken überhaupt hingewiesen hat. Deshalb unbedingt vor Geschäftsabschluss das Protokoll in aller Ruhe prüfen. Ist vermerkt, dass nur eine sichere Anlage gewünscht war? Steht etwas zu den Risiken des Fonds?

Wie transparent muss ein Produkt sein?

Es müssen außer dem Beratungsgespräch beispielsweise sogar die Prämien bei Verträgen (Bausparen, Versicherung, private Rente etc.) offengelegt werden, die der Berater verdient. So lässt sich auch nachprüfen ob ein Produkt vielleicht nur wegen der hohen Provision besonders empfohlen wurde.

Welche Gefahren lauern bei Überweisung und EC-Karte?

Banken müssen den Namen des Empfängers jetzt nicht mehr mit dem der Kontonummer abgleichen. Bei den langen Zahlenreihen jetzt unbedingt Zahlendreher vermeiden. Die Bank haftet nicht und der falsche Empfänger freut sich zunächst über den Geldsegen. Kontoinhaber müssen außerdem in der Regel für verlorene Bankkarten mithaften. Seit Ende 2009 muss bei einem Kartendiebstahl mit anschließendem Kartenmissbrauch 150 Euro des Schadens selbst getragen werden.